Erice auf Sizilien

 

 

In luftigen 751 Metern Höhe, auf einem Kalksteinfelsen, liegt eines der beliebtesten Ausflugsziele Siziliens: die sagenumwobene Stadt Erice. Herakles soll hier mit einem Stier gekämpft haben und Griechen wie Römer huldigten in einem Tempel auf dem Gipfel des Bergs ihren Liebesgöttinnen.

 

Anstelle des Tempels, von dem nicht mehr viel übrig geblieben ist, findet man heutzutage ein Kastell, das die Normannen im 12. Jahrhundert errichteten. Zwar ist auch dieses nicht mehr vollständig erhalten und nur teilweise restauriert, doch ein Besuch der Anlage lohnt sich allemal – allein schon für die atemberaubende Aussicht! An guten Tagen kann man vom Kastell aus über ganz Trapani und manchmal sogar bis zu den Egadischen Inseln blicken. Und auch die Dächer der geschichtsträchtigen Stadt selbst liefern von hier oben ein malerisches Motiv, das in keinem Urlaubsfotoalbum fehlen sollte.

 

Durch die Gassen und Gässchen Erices weht noch der Geist vergangener Tage. Die  Gebäude der Stadt haben sich seit dem Mittelalter nur wenig verändert und auch die von den Phönizern angelegte Stadtmauer steht – hier und da ein wenig ausgebessert – immer noch wie damals. In einem erstaunlich exakten Dreieck umringt sie die vielen alten Häuser und Kirchen, den Dom und das Rathaus – und auch die traditionellen Geschäfte und die Cafés, wo Sie zum Beispiel die für Erice typischen Süßigkeiten probieren können (wichtiges Detail: extra viele Mandeln). Für uns ein Muss bei einem Besuch des Städtchens.

 

Erice, das übrigens eine Zeitlang Monte San Giuliano nach der Normannenburg hieß, ist ein ideales Ausflugsziel für alle die, die gerne auf den Pfaden der Geschichte wandeln. Leider hat sich das auch unter den Touristen herumgesprochen, weshalb die Stadt in den Sommermonaten recht überlaufen ist. Wir empfehlen daher einen Besuch im Frühling oder Herbst.